IHH auf die Terrrorliste
Abgeordnete des italienischen Parlaments setzen sich dafür ein, die türkische Organisation IHH auf die Terrorliste der EU setzten zu lassen. Die IHH gehört zu den Mitorganisatoren der sog. Free-Gaza-Flottille, die am 31. Mai versucht hatte, die israelische Seeblockade des Gazastreifens zu durchbrechen. Dabei kamen neun türkische Provokateure auf der Fähre Mavi Marmara ums Leben. Nach Aussage von Fiamma Nierenstein, die zur Mitte-Rechts-Partei von Ministerpräsident Silvio Berlusconi gehört, trifft die EU-Definiton für Terrororganisationen auf die IHH zu, die gute Verbindungen zur Hamas und zur Moslembruderschaft unterhält. Der deutsche Zweig der IHH ist nach den Vorfällen auf der Mavi Marmara bereits in Deutschland verboten worden. Der Koordinierungsrat deutscher Nichtregierungsorganisationen gegen Antisemitismus hat Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Bundestag ebenfalls dazu aufgefordert, die IHH in die EU-Terrorliste aufzunehmen. In einer gesonderten Stellungnahme hatte der Koordinierungsrat im Juli bereits den Beschluss des Bundestages kritisiert, der Israel einseitig für das Aufbringen der Gaza-Flottille verurteilte und gleichzeitig „die antisemitische Agitation der Hamas, ihre antidemokratische Herrschaft in Gaza und die Beziehungen zwischen türkischen Organisationen und der Hamas nicht erwähnt.“